San Diego State University

Die Universität von San Diego

1960 war das Datum der Gründung der University of California, San Diego (UCSD), die zum Verbund der staatlichen Hochschulen im US-Bundesstaat Kalifornien gehört. Die Uni von San Diego ist nicht zentral organisiert und teilt sich in einzelne Colleges auf. In dieser Hinsicht ähnelt sie Oxford und Cambridge, den berühmten Universitäten in Großbritannien. Über 26.000 Studenten sind derzeit in San Diego immatrikuliert, der Stab der beschäftigten Professoren und Wissenschaftler umfasst knapp 1.500 Personen. Als Kanzlerin der staatlichen Lehranstalt fungiert Marye Anne Fox.
Der Campus der Hochschule liegt in La Jolla, einem Vorort von San Diego und erstreckt sich auf einem Gelände von annähernd 500 Hektar. La Jolla (deutsch: Juwel) liegt 22 Kilometer nördlich des Stadtzentrums und beherbergt knapp 25.000 Einwohner. Der Pacific Beach grenzt im Süden an La Jolla, zu dem auch Wohnviertel wie Bird Rock, Wind ‘n’ Sea, La Jolla Farms und Torrey Pines zählen.

Die Universitätsbibliothek trägt den Namen des amerikanischen Kinderbuchautors und Cartoon-Zeichners Theodor Seuss Geisel, der 1991 in La Jolla starb und bekannt wurde als Erfinder des „Grinch“. Wegen ihrer futuristisch anmutenden Architektur diente die Bibliothek bereits mehrfach als Kulisse in Science-Fiction-Filmen. Die UCSD wirtschaftet mit einem Haushalt von 1,7 Milliarden US-Dollar – diese Angabe entspricht dem Stand von 2003. Verschiedene Sportteams tragen den Namen Tritons und sind der California Collegiate Athletic Association angeschlossen.

Die Universität von San Diego gehört auch zu dem seit dem Jahr 1900 bestehenden Verbund amerikanischer Lehranstalten, die sich besonders der Forschung verschrieben haben. Ihr sind mehrere bedeutende Forschungsinstitute angegliedert, z. B. das San Diego Supercomputer Center sowie die Scripps Institution of Oceanography. Dieses Institut beschäftigt sich mit der Erforschung der Weltmeere und ist eines der ältesten, größten und wichtigsten in dieser Kategorie. Das Scripps wurde bereits 1903 von William Emerson Ritter gegründet, heute steht vor dem Gebäude das historische Forschungs-U-Boot „Star III“. Auf der Rangliste der weltweit renommierten Hochschulen nimmt die UCSD den 13. Platz ein – so wurde sie in einem aktuellen Ranking der Uni von Shanghai eingestuft. „Newsweek“, das bekannte US-Printmagazin, ernannte die UCSD zum „aufregendsten Ort“ für Naturwissenschaftler in den Vereinigten Staaten.

Besonders die Biowissenschaften haben hier einen ausgezeichneten Ruf. 1974 und 1975 wurden die ersten beiden Nobelpreise an Mediziner aus San Diego verliehen. 1995 rückte die UCSD in die Gruppe der US-Elite-Universitäten auf. Auf der Liste der preisgekrönten Wissenschaftler aus San Diego stehen Persönlichkeiten wie Harold C. Urey, der 1934 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Ihm folgte Georg Emil Palade, dem 1974 der Nobelpreis für Physiologie/Medizin verliehen wurde. Ebenfalls im Fachbereich Chemie wurde 1995 Mario José Molina mit dieser höchsten Ehrung weltweit bedacht. Für preiswürdig befand die Jury in Stockholm auch die beiden Wirtschaftswissenschaftler Harry M. Markowitz und Clive W. Granger, die 1990 bzw. 2003 den Nobelpreis entgegennehmen durften. Sydney Brenner erhielt im Jahr 2002 den Nobelpreis für Physiologie/Medizin, und Roger Yongchien Tsien überreichte man 2008 den Nobelpreis für Chemie. Nicht zuletzt hat die Riege der Nobelpreisträger dazu beigetragen, den Ruf der Universität von San Diego als besonders forschungsintensive Hochschule zu festigen.

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